Christoph 17 : Fast 1600 Einsätze im Jahre 2006

Kempten: 1594 Einsätze hat die Besatzung des in Kempten stationierten Rettungshubschrauber Christoph 17 im vergangenen Jahr absolviert. 350 Rettungen wurden dabei in Zusammenarbeit mit der Berg- und Skiwacht im Gebirge abgewickelt. Die gestern vom Bayerischen Roten Kreuz (als Betreiber der Hubschrauberstation) vorgestellten Einsatzzahlen 2006 liegen etwa auf dem Niveau der Vorjahre.

Gerade in einem ländlich strukturierten Gebiet gilt der Hubschrauber als Rettungsmittel heute als unverzichtbar. Doch es sind bei weitem nicht immer schwere (Verkehrs-)Unfälle, bei denen der Notarzt möglichst schnell mit dem Helikopter einschwebt. "45 Prozent aller Einsätze sind internistische Notfälle", schildert Daniel Heim, Leitender Rettungsassistent im Christoph 17-Team: "Dabei reicht die breite Palette solcher Notfälle vom Herzinfarkt bis hin zum Fieberkrampf eines Kleinkinds."

Neben den Piloten der Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) versehen 16 Fachärzte und sechs Rettungsassistenten Hubschrauber-Dienst. "Bergetau-Einsätze sind nach wie vor die größte Herausforderung für eine Crew", sagt Leitender Stations-Pilot Johann Burger. Rund 40 waren es im vergangenen Jahr. Dabei wird in den Bergen der Notarzt oder ein Bergwachtler in unzugäglichem Gebiet abgesetzt, um zu einem Unfallopfer zu gelangen. Eine besondere Rolle kommt bei diesen spektakulären Einsätzen dem Rettungsassistenten zu: Er steht auf einer Kufe des Hubschraubers und ist als "Einweiser" sozusagen der Verbindungsmann zwischen Pilot und dem am Seil hinabschwebenden Notarzt oder Bergwachtmann. Das so genannte Bergetau-Verfahren ist von der Kemptener Christoph 17 Crew entscheidend mitentwickelt worden. Inzwischen haben wir insgesamt 7000 Übungs- und Ernsteinsätze mit Bergetau absolviert, sagt Burger: "Unfallfrei".

Die alte in Kempten stationierte und für das gesamte Allgäu zuständige Maschine vom Typ BO 105 hat schon bald ausgedient. Zum Beginn des kommenden Monats wird ein neuer Helikopter vom Typ Eurocopter (EC 135 T2i) in Betrieb genommen. Der sei wesentlich leiser und leistungsfähiger, schildert Chefpilot Burger. 

 

Quelle: Text Allgäuer Zeitung    /    Bild Hiscopter

 

 

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